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Gedanken zur Woche
In der Spannung liegt die Kraft
Das Leben ist wirklich spannend. Besonders, wenn wir es mit Jesus gehen. Spannend - das kann aber auch bedeuten, dass es Spannung gibt - positiv oder negativ. Manchmal wünschen wir uns aber, dass das Leben einfach und ohne Spannung abläuft. Wem geht das nicht so? Aber die Realität sieht oft ganz anders aus. Davon kann bestimmt jeder von uns "ein Lied singen".

Ich denke an Abraham: der Herr gibt ihm die Verheißung, dass er in hohem Alter noch einen Sohn bekommen soll, obwohl sie bis jetzt kinderlos geblieben waren. Viele Jahre muss er warten. Und er bekommt wirklich einen Sohn - im Alter von 100 Jahren! Ist das nicht spannend? Aber wie ging es Abraham wohl in den "zig" Jahren davor? Oder Mose: Gott sagt zu, dass er das Volk Israel in das verheißene Land führen wird. Weil das Volk aber ungehorsam und undankbar ist, muss er mit dem Volk 40 Jahre durch die Wüste ziehen und darf es dann nicht hineinführen. Besonders beeindruckt mich Josua: Er darf sogar das verheißene Land erkunden und sehen. Und er hat den Glauben, dass sie das Land einnehmen können. Er persönlich ist schon reif für den Einzug ins gelobte Land. Aber durch den Unglauben des Volkes Israel muss auch er mit ihnen diese 40 Jahre mitgehen. Das nenne ich Geduld und Liebe für das Volk Gottes! Seine Belohnung für seinen Glauben und seine Treue ist, dass er das Volk am Schluss zum Ziel bringen und viele Wunder sehen darf.
Spannung können wir als positiv oder negativ empfinden. Wir lieben vielleicht einen spannenden Film. Aber in unserem Leben lieben wir Spannungen manchmal nicht. Spannung kann "dicke Luft" bedeuten. Hier heißt es, Friedensstifter zu sein und zu versuchen, die Atmosphäre wieder rein zu machen, manchmal das Gespräch zu suchen.
Spannung, wie sich Dinge in unserem Leben entwickeln werden. Hier ist oft Geduld gefragt (siehe Abraham, Mose, Josua, etc.). Wem fällt es leicht, diese Spannung auszuhalten und Geduld zu bewahren? Vielleicht hast du vom Herrn eine Zusage in einem bestimmten Punkt bekommen? Aber die Dinge entwickeln sich ganz anders. Vielleicht sogar entgegengesetzt zum angekündigten Ziel. Das ist spannend.
Spannung im praktischen Bereich: Nur mit einem Bogen, der gespannt ist, kann man einen Pfeil weit schießen und das Ziel treffen. Nur eine gespannte Gitarrenseite bringt einen guten Ton. Auch unser Körper braucht Spannung. Nur wenn wir unsere Muskeln benutzen und evtl. sogar trainieren, stehen sie unter Spannung und wir können vorwärts kommen und unsere Arbeit erledigen. Also: Wir brauchen Spannung in unserem Leben und müssen sie manchmal aushalten, obwohl wir nicht wollen. Aber das ist nur zu unserem Besten.
Nun die Frage: Was ist, wenn die Spannung zu groß ist, also z.B. der Bogen oder die Gitarrenseite reißen? Die Antwort bzw. die Zusage aus dem Wort Gottes: Gott wird das nicht zulassen: Die Prüfungen, denen ihr bisher ausgesetzt wart, sind nicht über ein für uns Menschen erträgliches Maß hinausgegangen. Und Gott ist treu; er wird euch ´auch in Zukunft `in keine Prüfung geraten lassen, die eure Kraft übersteigt. Wenn er euren Glauben auf die Probe stellt, wird er euch auch einen Weg zeigen, auf dem ihr die Probe bestehen könnt (1. Kor. 10,13 NGÜ).
"In der Spannung liegt die Kraft" - das ist auch der Titel einer Predigt, die ich vor kurzem hörte. Auch hier wurden verschiedene Aspekte der Spannung im NT beleuchtet. Hier ging es darum, dass die Jünger von Jesus eigentlich ganz anderes erwarteten, als das, was sein göttliches Ziel war. Sie wurden erst mal enttäuscht - dann begegneten sie dem Auferstandenen und empfingen den Heiligen Geist.
Wenn wir unser Leben nach ihm ausrichten, dann werden Spannungen kommen, es wird nicht immer angenehm sein. Das kann ich fast versprechen. Aber wir können im Vertrauen auf IHN die Spannung aushalten und werden dadurch immer stärker und zu reiferen Christen. In unserem letzten Bibelkreis lasen wir, dass wir uns freuen
Hebr. 12,12
12 Darum "richtet auf die erschlafften Hände und die gelähmten Knie", 13 und "macht gerade Bahn für eure Füße!", damit das Lahme nicht abirre, sondern vielmehr geheilt werde.
Eine spannende Zeit unter Gottes Segen wünscht euch
Christl Bauer